Die Entwicklung der Staatlichen Berufsbildenden Schule nach der deutschen Wiedervereinigung am 03. Oktober 1990
Im Jahr 1990 wurde die Betriebsberufsschule des Möbelkombinates Zeulenroda aufgelöst. Gleichzeitig erfolgte die Bildung der Staatlichen Berufsbildenden Schule Zeulenroda in Trägerschaft des Landkreises Zeulenroda mit dem zuständigen Schulamt Schleiz. Als Ausbildungsort wurde das seit 1934 genutzte Gebäude in der Greizer Straße 92 a in Zeulenroda festgelegt. Obwohl das ehemalige Internat der Betriebsschule des Möbelkombinates unter die Trägerschaft der Handwerkskammer Ostthüringen kam, stand dieses für die Unterbringung Auszubildender der neugegründeten SBBS Zeulenroda auch weiterhin zur Verfügung.
Die duale Berufsausbildung erfolgte in den Berufsfeldern
- Holztechnik
- Wirtschaft/Verwaltung
- Metalltechnik
- Kfz-Technik
- Textil/Bekleidung.
Neueingerichtet wurde das Berufsvorbereitungsjahr als Vollzeitbildungsmaßnahme in den Berufsfeldern
- Holztechnik/ Metalltechnik und
- Ernährung/ Hauswirtschaft.
Bedingt durch die Umstrukturierung der Wirtschaft erfolgte im Schuljahr 1991/1992 letztmals die Ausbildung einer Bekleidungsschneiderklasse sowie einer Klasse Facharbeiter für Textiltechnik. Gleichlaufend erfolgte ab diesem Lehr- und Ausbildungsjahr die Beschulung einer Klasse Bürokaufleute. Damit lebte eine alte Tradition der Beschulung von Wirtschaftsberufen in Zeulenroda kurzzeitig wieder auf, denn diese erfolgreiche Ausbildung musste gemäß Thüringer Schulnetz ab dem Schuljahr 1996/1997 wieder abgegeben werden.
Nach einer kurzen Übergangszeit zu Beginn des Jahres 1990, in der sich Lehrinhalte alter und neuer Prägung mischten, begann für das gesamte Kollegium der Staatliche Berufsbildenden Schule Zeulenroda eine Zeit des angespannten Selbststudiums und der ständigen Weiterbildung, die sich auch heute noch in weiteren Anschlussqualifizierungen fortsetzt. Hilfe und Unterstützung fand die Berufsschule bei den zentralen Stellen und Kollegien der vergleichbaren beruflichen Schulen der alten Bundesländer. Noch heute pflegen wir freundschaftliche Beziehungen mit der Berufsschule Münchberg (Bayern), mit der Staatlichen Berufsschule Pegnitz (Bayern) und der Gewerblichen Schule für Holztechnik in Stuttgart (Baden-Württemberg). Vor allem vom Bundesland Rheinland/Pfalz wurden in Ermangelung eigener Thüringer Lehrpläne auch die Lehrpläne für die Ausbildung in den Berufsfeldern Holztechnik und Ernährung und in allgemeinbildenden Fächern übernommen. Dank der hohen Einsatzbereitschaft und Eigeninitiative aller Lehrerinnen und Lehrer verlief die Umstellung auf die neuen Lehrpläne mit ihren teilweise völlig neuen und unbekannten Inhalten völlig reibungslos. Zur weiteren Entwicklung der Schule wurden nicht unerhebliche finanzielle Mittel durch die Europäische Union (FLaThUS-Programm) und das Schulverwaltungsamt Zeulenroda zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des europäischen Schüleraustauschprogramms weilten Auszubildende mit ihren Lehrern in Dänemark. Bald zeigten sich die ersten Erfolge bei den jährlich stattfindenden Prüfungen der IHK und der Handwerkskammer mit ihren bundeseinheitlichen Aufgabenstellungen.
Inzwischen sind bei allen Prüfungen Auszubildende unserer Schule unter den besten des Kammerbezirkes. Eine Vielzahl von Kolleginnen und Kollegen unserer Schule arbeitet in zentralen Prüfungsausschüssen und Lehrplankommissionen mit. Als wichtigste Ansätze zur Entwicklung einer leistungsfähigen Berufsschule sehen wir unsere Aufgaben heute darin,
- die Berufsschule wie ein modernes Dienstleistungsunternehmen zu führen,
- die Zusammenarbeit mit den Ausbildungsbetrieben zu fördern,
- die Unterrichtsangebote aktuell zu gestalten und innovative Lehr- und Unterrichtsmethoden anzuwenden
- das Fachklassenprinzip zu erhalten sowie differenzierte Ausbildungswege und
- Förderangebote für leistungsstarke Auszubildende sowie für leistungsschwache Lernbehinderte und sozial-Benachteiligtenausbildung Jugendliche zu schaffen,
- ausreichendes fachlich und pädagogisch qualifiziertes Personal zu sichern,
- die Berufsschule nach den neuesten wissenschaftlich technischen Erkenntnissen auszustatten
- und ihre finanzielle Gesamtförderung zu stärken.
Inzwischen liegen auch die Thüringer Lehrpläne vor, und eine Phase der Evaluierung hat begonnen.
Bis zum 30. November 1993 wurde die Schule von Herrn Günther Köhler geleitet. Mit Wirkung vom 1. April 1994 beauftragte das Thüringer Kultusministerium Herrn Gerd Brumm mit der Wahrnehmung der Aufgaben des Schulleiters. Zwischenzeitlich wurde die Schule von dessen Stellvertreter Herrn Klaus Jayte geleitet, der aus Altersgründen im Jahre 1997 aus dem Schuldienst ausschied. Vom Januar 2004 bis zum Januar 2008 leitete Herr Jürgen Roth die Berufsschule. Mit Beginn des Schuljahres 2008/2009 übernahm Frau Dr. Gabriele Suhre die Leitung der Berufsschulen SBBS II in Greiz und der SBBS Zeulenroda.
Beratungslehrer
Frau Slansky,
Herr Wichert
Sprechzeiten:
nach Vereinbarung






















