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Wiederaufbau der Berufsbildung nach 1945

Im Zuge des Wiederaufbaues von Wirtschaft, Handel und Verkehr wurde durch das Landesamt für Volksbildung und die russische Militäradministration die Wiedereröffnung der Berufsschulen im Land Thüringen im Spätsommer 1945 angeordnet.

In einer ersten Sitzung "Zur Beratung über den Anlauf der Berufsschulen" am 8. Oktober 1945 im Rathaussitzungssaal wurde vom Gewerbelehrer Erich Fischer vom Kollegium der Berufsschule der Vorschlag unterbreitet, die Lasten zur Unterhaltung derselben auf alle Betriebe, offenen Geschäfte und freie Berufe sowie Landwirtschaft usw. nach Zahl der Arbeitskräfte umzulegen und auch die Schüler mit einem kleinen Beitrag heranzuziehen. Diesem Vorschlag wurde bereitwillig zugestimmt. Das Schulgebäude war zwar vorhanden, doch der Krieg hatte seine Spuren hinterlassen, denn die Schule diente nach dem Ende des Krieges als Durchgangslager für die zwangsweise eingeschleppten und nun zurückzuführenden ausländischen Arbeiter. Außerdem fehlte es an geeigneten Lehrkräften und gültigen Lehrbüchern.

Mit unendlicher Mühe wurde von dem als Vertrauenslehrer und später als Schulleiter eingesetzten Erich Fischer zusammen mit dem Wirtschaftsausschuss und der Lehrerschaft alles vorbereitet und die Schwierigkeiten überwunden, so dass am 2. November 1945 die Berufsschule Zeulenroda zusammen mit ihren Zweigschulen in Triebes und Langenwetzendorf wiedereröffnet und eine planmäßige Beschulung der berufsschulpflichtigen Jugend durchgeführt werden konnte.

In den folgenden Jahren konnte die Berufsschule einen stetigen Aufschwung verzeichnen, was unter anderem auch auf die Durchführung von Abendkursen in verschieden Fächern, z.B.

 

  • Mathematik
  • Fachzeichnen
  • Russisch
  • Englisch
  • Stenografie
  • Maschinenschreiben

 

zurückzuführen ist.

Seit 1948 beschäftigte man sich in der Schule mit dem Gedanken eines Umbaus, da die Räume in keiner Weise mehr ausreichten. So kam es in den Jahren 1951 und 1952 zu den geplanten Baumaßnahmen, die Schule wurde aufgestockt, (Bild) neue Klassenräume und eine Schulküche wurden eingerichtet.

Bereits im November 1946 hatten sich die Fachrichtungen Tischler, Elektriker, Maschinenschlosser, Maurer, Zimmerer, Bäcker, Fleischer, Schneiderinnen, Stickerinnen, Näherinnen, Friseure, Hauswirtschaft sowie Wirtschaft und Verwaltung etabliert.

Am 1.September 1952 wurde Zeulenroda Kreisstadt und das Schulwesen neu organisiert. Im Kreisgebiet bestanden zwei Berufsschulen: die Allgemeine Berufsschule Zeulenroda mit einer Außenstelle in Auma und der Betriebsberufsschule Holz (verselbständigte sich 1953) sowie die Betriebsberufsschule "Mazet", die sich hauptsächlich auf die Ausbildung von Metallberufen spezialisiert hatte.

Die seit 1947 existierende Landwirtschaftliche Berufsschule (Außenstellen in Langenwetzendorf und Bernsgrün) und die BBS-Metall verloren 1958 ihre Selbständigkeit und wurden der Allgemeinen Berufsschule angeschlossen.

Die folgenden Jahre standen ganz im Zeichen der Etablierung der Berufsschule Zeulenroda. Die Bestrebungen gingen nicht nur dahin, unterschiedliche Inhalte auf einem hohen Niveau zu vermitteln, sondern auch außerschulische Aktivitäten zu fördern.

Die folgenden Jahre standen ganz im Zeichen der Etablierung der Berufsschule Zeulenroda. Die Bestrebungen gingen nicht nur dahin, unterschiedliche Inhalte auf einem hohen Niveau zu vermitteln, sondern auch außerschulische Aktivitäten zu fördern.

So bestanden schon 1955 eine Musik-, eine Laienspiel- und eine Tanzgruppe sowie drei Tischtennisgruppen, ein Schießzirkel, ein Fußballzirkel, ein Motorradsportzirkel und ein Zirkel für Funken. Außerdem fanden einmal im Jahr ein Schulsportfest sowie ein Fest der Lehrlinge und Berufsschüler, bei dem die Schüler in Zusammenarbeit mit ihren Lehrern in Veranstaltungen wie Modenschau, Schaufrisieren, Turnen, Gesellschaftstanz ihre Talente und ihre Kreativität entfalten konnten, statt.

In den Herbstwochen arbeiteten die Schüler gemeinsam mit den Lehrern auf den Feldern des Kreises Zeulenroda, um bei der Einbringung der Ernte zu helfen.

1981 begann an der Berufsschule die Berufsausbildung mit Abitur im Bereich Holztechnik. Aus diesem Grund wurde die Schule in das Möbelkombinat Zeulenroda eingegliedert, zu dem seit 1971 enge Kontakte bestanden.

 

zur Geschichte ab 1989

 

Beratungslehrer

Frau Slansky,

Herr Wichert

Sprechzeiten:    

nach Vereinbarung



SBBS Zeulenroda | Greizer Straße 92a | 07937 Zeulenroda-Triebes, Thüringen | Tel: 036628 82608 | Fax: 036628 89602